Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben


Im Vergleich zu den USA, Großbritannien oder Schweden, wo Heimrauchmelder schon seit Jahren zur Grundausstattung privater Haushalte gehören, ist Deutschland ein Entwicklungsland.
Viele Menschen sind sich der Gefahren nicht bewusst, es halten sich nach wie vor gefährliche Irrtümer in den Köpfen, von denen die wichtigsten fünf hier aufgeführt werden sollen:

"Wenn es brennt, habe ich genügend Zeit andere zu warnen und die Wohnung zu verlassen"

    Durchschnittlich hat man nach dem Brandausbruch nur vier Minuten Zeit die Wohnung zu verlassen. Eine tödliche Rauchvergiftung kann man schon nach wenigen Atemzügen erleiden, was insbesondere nachts dazu führt, dass 95 % der Brandtoten Rauchtote sind.


"Meine Nachbarn und mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren"

    Nachts sind auch die Nachbarn im Bett, die Rollläden unten und das Haustier ist im Nebenzimmer, wo es noch keinen Rauch riecht oder selbst schon erstickt ist. 70 % aller Brandopfer verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden.


"Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher"

    Nicht offenes Feuer oder glühende Zigarettenkippen sind häufigste Brandursache, sondern technische Defekte an elektrischen Geräten. Viele Geräte wie Fernseher, Videorecorder, Computer oder Kaffee-, Wasch- und Spülmaschinen stehen rund um die Uhr unter schleichendem Strom (Stand-by). Dadurch kann es jederzeit zu Kurzschlüssen kommen!


"Steinhäuser brennen nicht"

    Stimmt, aber das müssen sie auch gar nicht, denn in den meisten Häusern gibt es Gardinen, Tapeten, Teppiche oder Schaumstoffe. Schon ungefähr 100 g Polsterschaumstoff eines Sessels reichen aus, ein Haus zu verrauchen und eine tödliche Rauchvergiftung zu verursachen.


"Rauchmelder sind zu teuer"

      Rauchmelder sind das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland zwei Menschen bei Bränden, der überwiegende Teil nicht durch die Flammen, sondern durch den Rauch. 20 Personen erleiden allein in Deutschland täglich Brand- oder Rauchverletzungen mit Langzeitschäden. Bei Bränden in Privathäusern entstehen pro Jahr Schäden von einer Milliarde Euro.

 

      Nun noch einige Informationen, die man beim Kauf beachten sollte:

 

      Rauchmelder funktionieren über ein optisches Detektionsverfahren. Der Alarmton sollte über 85 dB liegen. Gängige Rauchmelder lassen sich leicht an der Decke installieren, sind batteriebetrieben und arbeiten wartungsfrei. Bei schwacher Batterie ertönt schon Wochen vorher ein Signalton.

 

    Qualitativ gute Rauchmelder erkennt man am VdS-Zeichen und sind nach der prEN 12239 geprüft.